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Donnerstag, 11. Januar 2018

Thailändische Heilpflanzen

Allgemeines

Vor ca. 5000 Jahren entstand aus der traditionellen chinesischen und der indischen Ayurveda, die traditionelle thailändische Medizin.

Bis in das letzte Jahrhundert war es für die thailändische Bevölkerung der einzige Weg zur Heilung von Krankheiten. Es waren vor allem Mönche und Heiler welche die Leute behandelten, und Ihr großes Wissen weitergaben.

Für Thais haben Pflanzen bis zum heutigen Tag eine wichtige spirituelle Bedeutung. In vielen Gärten findet man heute noch spezielle Plätze wo heilende Pflanzen stehen sollten. Auch wir haben uns bei der Wahl von Pflanzen und Bäumen Hilfe von Mönchen geholt. 

Leider kennen heute viele junge Leute nur noch die wenigsten Pflanzen, und haben Ihr Interesse an der traditionellen thailändischen Medizin verloren. Die Pharma Industrie präsentiert auch in Thailand ihre zahlreichen Werbespots  über Produkte, welche schnell gegen jede Krankheit helfen soll!

Um eine Rückbesinnung zur traditionelle thailändische Medizin zu erreichen, wurde mit staatlicher Hilfe ein universitäres Primary Health Care System ins Leben gerufen. Diese Initiative wurde auch vom Königshaus finanziell unterstützt. Damit möchte man der Bevölkerung wieder pflanzliche Heilmittel näherbringen. 


Alle Pflanzen welche ich Euch hier zeige, wachsen in unserem schönen Bio-Garten in der Provinz Chainat. Wer sich für die Pflanzenwelt Thailands interessiert, und vor Ort mehr darüber erfahren möchte, kann gerne Urlaub in unserem Mango Garden Guesthouse buchen.

Der thailändische Name der Pflanzen habe ich so geschrieben, wie es die Leute in der Provinz Chainat aussprechen. Bei Google findet Ihr sicher grammatische Unterschiede zu meiner Schreibweise.


Bittergurke (Mara) - มะระ


Bittermelone (Bittergurke)

Die Bittergurke (Momordica Charantia),  auch bekannt unter den Namen Bittermelone, Balsamgurke, Balsambirne, Goya, Karela oder Karavella, kommen aus der Familie der Kürbisgewächse.


Verwendung:


Blätter

Die jungen Blätter können als Gemüse oder als Tee verwendet werden. Dabei ist der Gehalt an Bitterstoffen geringer als bei den Früchten.

Früchte

Die Frucht der Bittergurke wird im reifen, grünen Zustand geerntet, und als Gemüse gegessen. Das Gemüse schmeckt sehr bitter, hat aber trotzdem ein sehr angenehmes Aroma. Die Thailänder essen das Gemüse gerne als rohe Beilage zu Speisen aller Art. Es kann auch angebraten, und zu Reis verwendet werden.


Traditionelle thailändische Medizin

Früchte, Blätter und Samen der Bittergurkenpflanze werden auch in der traditionellen thailändischen Medizin eingesetzt.

Die Pflanze hat eine positive gesundheitliche Wirkung:

  •  gegen Altersdiabetes
  •  für Gewichtsreduktion und gegen erhöhte Blutfette
  •  gegen Infektionen mit Viren, Bakterien und Pilzen
  •  zur Kräftigung des Immunsystems
  •  gegen Magengeschwüre
  •  gegen Blasensteine
  •  gegen Fieber
  •  gegen Entzündungen
  •  gegen hohen Blutdruck



Maulbeeren (Moon)



Maulbeeren

Mehr zum Thema über die thailändische Maulbeere findet Ihr in meinem "Post":
https://mein-leben-in-thailand.blogspot.com/2017/11/thailandische-maulbeeren.html




Galgant (Khaa) - ข่า 


Galgant
Galgantwurzel

Thai-Ingwer (Alpinia galanga) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Ingwergewächse.


Verwendung:

Galgant, der auch Thai Ingwer genannt wird, ist eine Pflanze welche bis zu 2 Meter hoch werden kann. Von der Pflanze wird nur die Galgantwurzel mit den roséfarbenen Seitensprossen zum Essen genutzt.

Die Galgantwurzel liegt in bis zu 1 Meter tiefe, waagrecht und weit verzweigt in der Erde. 


Geschmack

Der Geschmack der Wurzel ist scharf und bitter, und hat einen leichten Geschmack von Zitrusfrüchten.


Traditionelle thailändische Medizin

Die Galgant-Wurzel hilft bei:

  • Magenprobleme
  • Verdauungsbeschwerden
  • Hautausschlägen
  • Entzündung der Atemwege
  • bakteriellen Infektionen und Fieber

Wirkung von Galgant

In grösseren Mengen kann Galgant berauschend, aphrodisierend, euphorisierend, oder sogar halluzinogen wirken.

Keine Angst!  Die Mengen welche man beim kochen oder als Tee verwendet, sind zu gering, um eine dieser Wirkungen zu spüren.


Mit Galgant kochen

Die Wurzel wird in feine Scheiben geschnitten, und für Suppen und viele andere Gerichte verwendet. Teilweise werden auch grössere Stücke der Wurzel in die Gerichte gegeben, und dienen als Geschmacksverstärker. Diese Stücke werden dann aber nicht gegessen!




Roselle Frucht (Kra-Jieb Deang) - กระเจี๊ยบแดง 

Roselle


Roselle (Hibiscus sabdariffa), ist eine krautige Pflanzenart aus der Familie der Malvengewächse.


Verwendung:

Teile der Pflanze werden zur Papierherstellung oder als Fasern verwendet.

In Thailand werden hauptsächlich die Blüten mit den Samenkapseln geerntet. Aus den Blütenkelchen werden Desserts hergestellt, oder getrocknet als Tee verwendet. Auch in Europa erfreut sich der Hibiskusblüten-Tee immer grösserer Beliebtheit, denn er wirkt sehr erfrischend.

In Thailand werden viele Blätter von Bäumen und Pflanzen gegessen, dazu gehören auch die Blätter der Roselle, welche wie Gemüse zubereitet werden kann.


Traditionelle thailändische Medizin


  • als Schleimmlöser 
  • leichtes Abführmittel 
  • antibakteriell 
  • harntreibend 
  • galletreibend

Weitere Anwendungen
  • äußerliche Anwendung als Umschlag
  • Teil- oder Vollbad
  • als Creme bei Hautunreinheiten oder Akzemen


Noni Baum (Luk yo) - ยอ

Noni-Baum

Der Nonibaum (Morinda citrifolia) wächst in Thailand wild und und kommt meistens in Küstenregionen vor. Es gibt in auch als Strauch und er kann bis zu 10 Meter hoch werden. Wir haben einen Nonibaum in unserem Garten, und er wächst und gedeiht sehr gut, obschon wir im Landesinneren leben.


Verwendung:


Blätter

Die Blätter werden gerne als Beilage-Gemüse gegessen.


Holz

Das Holz des Baumes wird in Thailand zum Färben und als Heilpflanze verwendet. 


Frucht

Aus der Frucht wird der sogenannte Noni-Saft gewonnen. Junge Früchte können auch roh gegessen werden, oder finden ihre Verwendung in Thai-Currygerichten.

In Thailand darf der Saft ohne Pasteurisierung verwendet werden, und kann überall gekauft werden. 




Traditionelle thailändische Medizin



Der Noni-Saft gilt in Thailand schon lange als Heilmittel. Leider ist der Saft im europäischen Raum nicht als solches anerkannt. Hier sind einige seiner positiven Wirkungen auf den menschlichen Körper.

  • bessere Leistungsfähigkeit
  • besseres Wohlbefinden
  • Stärkung des Immunsystemes
  • verbesserte Wundheilung
  • positive Wirkung auf die Haut
  • lindert rheumatische Beschwerden
  • hilft bei Kopf-und Gelenkschmerzen
  • lindert Stoffwechsel und Verdauungsprobleme
  • senkt Blutdruck und Cholesterin


 Papaya (Malago) - มะละกอ

Papaya


Die Papaya gehört zu den Melonenbaumgewächsen und wird in Thailand "Malakor"genannt.


Verwendung:


Rohe Frucht


Die rohe und grüne Frucht wird für den beliebten thailändischen Papayasalat "Som-Tam"verwendet. Sie hat weiße Samen und hellgrünes Fruchtfleisch. Die Frucht ist reich an Mineralien und Ballaststoffen und ist sehr gesund.



Reife Frucht

Eine reife Frucht erkennt man wenn sie orange bzw. grün-gelb-orange ist. Die Frucht hat innen einen Hohlraum und ist mit schwarzen Samen gefüllt, das Fruchtfleisch ist dunkel-orange.



Traditionelle thailändische Medizin



  • Verdauungsbeschwerden
  • Magen- und Darmbeschwerden
  • Magengeschwürden
  • Parasiten und Pilzen
  • Bakterien
  • Hautkrankheiten
  • Wundheilung
  • Entzündung

Die folgenden Inhaltsstoffe der Papaya sind besonders erwähnenswert:

  • Papain
  • Vitamin A,C,E
  • Beta Carotin
  • Magnesium
  • Kalium
  • Folsäure
  • Pantothensäure
Eines der wirksamen Inhaltsstoffe in der Papaya ist das Papain. Wegen des Papains kann die Papaya ganz besonders bei Magen- und Darmbeschwerden empfohlen werden. Das Papain ist ein Enzym welches im Darm dafür sorgt das Lebensmittel in Aminosäuren verwandelt werden. Dadurch reguliert sich die Verdauung. Das Papain hat aber auch noch weitere Funktionen und Eigenschaften, wie zum Beispiel die entzündungshemmende Eigenschaft. Entzündungen die im Magen- und Darmtrakt, aber auch in anderen Organen auftreten, können durch den Verzehr der Papaya gelindert und sogar ganz geheilt werden. Es ist erwähnenswert, dass das Papain in großen Mengen in der unreifen Frucht vorkommt, aber auch die reife Papaya hat noch ausreichende Mengen von Papain enthalten. Auch kann das wichtige Papain in den Kernen der Papaya gefunden werden.

(Quelle des Textes: www.naturinstitut.info)

Den Wirkstoff Papain findet man auch in den Papain-Kapseln, welche man in Drogerien, Apotheken, oder online bestellen kann!




Thailändisches Pfefferblatt  (Bai Cha Plu) - ใบชะพลู

Thailändisches Pfefferblatt


Die Blätter der Pfefferpflanze (Piper Sarmentosum) nennt man auch "Thailändisches Pfefferblatt" oder "Wild Betel". 


Das thailändische Pfefferblatt ist ein Rankpflanze, welche bis zu 50 cm hoch werden kann. Die Pflanze kommt vor allem in Südostasien vor, und ist mit dem Bengalpfeffer verwandt. Da die Pflanze gerne unter Büschen wächst, wird sie oft mit Unkraut verwechselt.


Verwendung:


Blätter

Für die meisten Gerichte werden die jungen dunkelgrünen Blätter verwendet. Man findet die Blätter in Suppen, Wok-Gerichten, oder um Fleisch vor dem grillen darin einzuwickeln. Im norden Thailand wurde ein Gericht nach den Blättern benannt, das Gaeng Khae Curry (แกงแค).

Mein Favorit ist der traditionelle Thai Snack (Miang Kham) | เมี่ยงคำ.

Dazu nimmt man ein etwas grösseres Blatt und füllt es mit getrocknete Garnelen, Ingwer, rote Zwiebeln, Chilli, Erdnüsse, und Honig. Das Blatt wird danach zusammengerollt und als ganzes dem Munde zugeführt.



Traditionelle thailändische Medizin


  • hilft bei Erkältung 
  • Bronchitis 
  • Fiebersenkend 
  • Zahnschmerzen 
  • Schlangenbissen 
  • Entzündungen 


Goabohne (Thua Plu) - ถั่วพู

Goabohne


Die Goabohne, welche man auch Flügelbohne nennt, wächst in Thailand wild. Man kann sie aber auch sehr gut im eigenen Garten kultivieren. Am besten verwendet man wie bei den Stangenbohnen lange Äste, an welchen die Bohnen hochwachsen können.


Verwendung:


Blätter

Die gekochten Blätter schmecken wie Spinat, und können als Gemüse verwendet werden.


Blüten

In Thailand werden die Blüten als Lebensmittelfarben für Süßspeisen aller Art verwendet.


Schoten

Die Schoten der Flügelbohnen können roh oder gekocht gegessen werden. Ich esse sie am liebsten roh als Beilage. Wer allerdings Probleme mit der Verdauung hat, sollte die Schoten vor dem Verzehr kochen. 


Samen

Auch die Kosmetikindustrie hat die Goabohne entdeckt, den aus ihren Samen lassen sich Seifen herstellen. Außerdem kann man aus den Samen ein Mehl, ähnlich dem Sojamehl herstellen.


Knollen

Die Wurzeln der Goabohne sind ein Knollengemüse und können auch gegessen werden.



Traditionelle thailändische Medizin

Aus den Blättern von Goabohnen wird ein Extrakt gewonnen, welches Augenschäden lindern soll. Auch wegen ihrer blutreinigenden Wirkung wird die Bohne in Thailand gerne medizinisch verwendet.

Die Teile der Goabohnen enthalten viel:
  • Calcium
  • Eisen
  • Vitamin A und C
  • viel Eiweiss




Koriander (Pak Chi) -  ผักชี

Koriander
Der Koriander zählt zu den ältesten und bekanntesten Küchen- und Heilkräutern der Welt. Er gehört zu den Doldengewächsen und kann bis zu 60 cm hoch werden.


Verwendung:


Korianderblätter

Den frischen Koriander findet man in vielen thailändischen Gerichten, wie Suppen, Salate, oder auch als Beilage zum roh essen. Der leicht scharfe und bittere Geschmack passt nicht jedem Gaumen, und ist vielen Leuten zu intensiv.


Korianderwurzeln

Die Wurzeln werden in der thailändischen Küche gerne für Curry-Pasten verwendet.


Koriandersamen

Die getrockneten Samen werden für Thai-Curry oder Chutneys verwendet.


Korianderpulver

Nach dem zermahlen der Samen bekommt man Korianderpulver welches auch wieder bei Curry-Pasten Verwendung findet.


Korianderöl

Das Öl wird in der thailändischen Küche für das würzen von Speisen verwendet. Auch als Heilmittel wird das Öl gerne verwendet.


Traditionelle thailändische Medizin

Der hohe Gehalt an Phytonährstoffe und ätherischen Öle soll der Grund für seine heilende Wirkung sein. Der Koriander hilft bei:

  • Rheuma und anderen chronischen Krankheiten
  • Magen- und Darmbeschwerden
  • Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Durchfall, Reizdarm
  • Appetitlosigkeit
  • bakteriellen Infektionen und Entgiftungskuren


Scharlachranke (Pak Tam Lueng) - ตำลึง


Scharlachranke mit Tindola-Frucht

Die Scharlachranke ist eine aggressive Kletterpflanze welche in ganz Thailand vorkommt. Ihre Sprossachsen können dabei bis zu 5 Meter lang werden.

Die schnell wachsende Ranke wächst gerne an Bäumen, Sträuchern, und Büschen hoch. Wegen ihrer roten Früchte (Tindola), ist die Scharlachranke gut zu erkennen.


Verwendung:


Blätter

Die Blätter und jungen Triebe werden als Gemüse gekocht. 


Früchte

Die grünen Tindola-Früchte können zum Beispiel als Beilage in einem Salat roh gegessen, oder als gedünstetes oder gekochtes Gemüse verwendet werden. Die Thais machen daraus auch gerne Currys oder Suppen.

Auf meinem Foto seht Ihr eine Reife rote Tindola welche bereits von einem Vogel angeknabbert wurde. Die reifen Früchte werden übrigens nicht gegessen.



Traditionelle thailändische Medizin

In der traditionellen thailändischen Medizin werden die Früchte zur Reduzierung des Blutzuckers verwendet.






Zitronengras (Tha khrai) - ตะไคร้



Zitronengras

Das Zitronengras, besser bekannt als Lemongrass hat seinen Ursprung in Südostasien. In der thailändischen Küche wird es als Gewürz und zum Kochen verwendet.


Verwendung:

Bulben (der verdichtete weiße Teil der Sprossachse)

Vom Zitronengras werden die weißen Bulben verwendet. Meistens findet man die gekochten Bulben in Suppen, wie zum Beispiel Tom Kaa Gai, und in diversen Saucen. Die Bulben dienen dabei nur als Geschmacksverstärker und werden nicht gegessen.

Die weißen Bulben können auch hauchdünn geschnitten werden und thailändischen Salaten, wie zum Beispiel Laab Muu beigegeben werden. Auch für zahlreiche Wok-Gerichte eignet sich das Zitronengras ausgezeichnet.


Stängel

Aus den Stängeln des Zitronengrases lässt sich auch ein aromatischer Tee herstellen. Dafür braucht man 2-3 Stängel welche man in Streifen schneidet. Danach quetscht man sie mit einem festen Gegenstand (Mörserstößel) so lange bis der Saft rauskommt. Die Stängel gibt man in eine Teekanne und übergießt sie mit heißem Wasser. Den Tee lässt man nun 5 Minuten ziehen, bevor man ihn trinken kann.


Zitronengrasöl

Aus den frischen Blättern des Zitronengrases kann ein Öl hergestellt werden. Das Öl wird als Heilmittel, Massageöl, oder auch in Mückenschutzmitteln eingesetzt.


Traditionelle thailändische Medizin

Das Öl (Citronellöl) hilft bei:

  • Erkältung
  • Erschöpfung
  • Nervosität
  • Verdauungsstörungen
Als Medizin ist Zitronengras auch in Pulverform erhältlich. Es hilft  bei:
  • Blasen- und Nierenleiden
  • wirkt antibakteriell
  • Schmerzen im Magen und Darmbereich
  • Fieber



Meerrettichbaum - Moringa oleifera (Marum) - มะรุม



Meerrettichbaum - Moringa Oleifera


Der schnellwüchsige Moringabaum auch Wunderbaum genannt, erreicht bereits im ersten Jahr eine Höhe von 5 bis 8 Meter. Der Moringa hat einen eher kurzen Stamm und eine rübenartig verdickte Wurzel. Er verzweigt sich in viele dünnere Äste. Die Blätter befinden sich häufig an den Zweigenden. 


Verwendung:


Früchte

In der thailändischen Küche werden die unreifen Früchte wie Bohnen verwendet. Die Früchte werden normalerweise 20 bis 50 cm lang, können aber auch bis zu 90 cm Länge erreichen.


Moringablätter

Die Blätter des Moringabaumes sind nur ca. 1 bis 2 cm groß und können ebenfalls gegessen werden. Sie werden in Suppen oder in Saucen verwendet. Getrocknete Blätter werden in der thailändischen Küche als Kräutergewürz genommen.

Thailändische Bauern verwenden die Blätter auch gerne als Futtermittel für ihre Schweine, Kühe, und Wasserbüffel. 


Samen

In Thailand werden aus den Fruchtsamen ein hochwertiges Pflanzenöl gepresst, welches eine hohe Haltbarkeit hat, und dabei nicht ranzig wird. 



Traditionelle thailändische Medizin

Moringa bedeutet "Baum des Lebens". Moringa wird wie die Maulbeere gerne als "Superfood" bezeichnet. Anhand der vielen Vitamine ist dieser Name sicher gerechtfertigt.

Moringa enthält:

  • Vitamin B1 und B2
  • Vitamin C
  • Vitamin A und E
  • Beta-Carotin
  • Fohlsäure

Moringa hilft beim:

  • abnehmen
  • senkt den Cholesterinspiegel
  • soll Zellschäden verhindern

Wer keinen frischen Moringa kaufen kann, bekommt ihn weltweit auch als grünes Pulver. Das Moringa-Pulver enthält 30% Eiweiß, was etwa dem Wert der Sojabohnen entspricht. 





Tamarinde (Makham) -  มะขาม




Der Tamarindenbaum wächst sehr langsam, kann aber bis zu 25 Meter hoch werden. Den Tamarindenbaum erkennt man an seinen feinen gefiederten Blättern, welche sich bei Dunkelheit einklappen. Das Holz des Baumes ist sehr hart, und deshalb sehr beliebt.


Verwendung:


Früchte

Die 5 bis 20 cm lange Frucht des Tamarindenbaumes nennt man Tamarinde. Die Hülsenfrucht ist braun und sieht wie eine Bohnenschote aus. Ob die Frucht reif ist, erkennt man an der brüchigen Schale. Im Innern der Tamarindenschote findet man das bräunliche Mark welches die Samen umhüllt.

Bei den Früchten gibt es die süße Tamarinde (Makham Wan) - มะขามหวาน, und die Saure Tamarinde (Makham Piau) - เปรี้ยว.  

Nach dem öffnen der Frucht kann das Fruchtmark ohne Faserstrang und Samen gegessen werden. Die Samen schmeiße ich nicht weg, sondern gebe sie meiner Schwiegermutter. Mehr dazu findet Ihr unter Samen.

Bei den sauren Tamarinden verwenden wir einen Dip aus Zucker und Chilipulver.


Samen

Auch die Samen der Tamarinde finden in der thailändischen Küche ihre Verwendung. Die Samenkerne werden zuerst geröstet, und können danach gegessen werden.


Blätter

Die jungen Blätter kann man als Gemüse oder als Beilage zu Fisch, Currygerichten, oder Salaten verwenden. 


Tamarindenpaste

Die Tamarindenpaste welche aus dem Fruchtmark hergestellt wurde, ist in Thailand sehr beliebt. Man findet sie in den meisten Gewürzpasten.


Weitere Verwendungen

Tamarinde gibt es auch als Limonade, Drink, süße- oder saure Bonbons. Tamarinde nimmt man auch gerne als Beilage zu Curry-Gerichten oder Saucen.


Tipp:

Tamarinde zur Reinigung verwenden.

Dazu nehmt Ihr ein Becken und füllt es mit kaltem Wasser. Danach kommen mehrere Stücke des Tamarindenmarks hinein. Mit diesem Mark reinigt Ihr nun Eure eingeweichten Hände oder Füsse. 



Traditionelle thailändische Medizin

Tamarinden wirken:
  • antiseptisch
  • verdauungsfördernd
  • schwach abführend
Die Tamarindenfrucht enthält außerdem bis zu 10% Eisen.




Thai-Chili (Pik Kee Nuu) - พริกขี้หนู


Chili

In Thailand gibt es verschiedene Sorten von Chilis. Ich möchte Euch hier die Thai Chili (Pik Kee Nuu) vorstellen. Diese Chili heißt übersetzt Mäuse-Kot-Chili, und ist sehr scharf. Auf einer Scala von 1 bis 10 erreicht sie den Schärfegrad 8.


Schärfegrad auf der Scoville Skala

Die Thai Chili erhält auf der Scoville Skala bis zu 100'000 Punkte, und ist damit eine der schärfsten Chilis auf der Welt. Nur die Habanero Chili mit bis zu 300'000 Punkten ist noch schärfer.


Warum sind die Chilis so scharf?

Wegen einer chemischen Verbindung welche man Capsaicin nennt, sind die Chilis so scharf. Dieses Capsaicin ist in der ganzen Chili verteilt, so dass alle Teile davon scharf sind. Das schärfste an einer Chili sind die weißen Rippen, an welchen die Samenkörner hängen. Wer es weniger scharf mag, sollte deshalb die Rippen und Samen entfernen. 


Verwendung:

Die Chilis können frisch, getrocknet, oder als Pulver verwendet werden. 

Gerade für Leute welche nur ab und zu mal Chilis in Ihrer Küche benötigen, sind die getrockneten Chilis eine gute Sache. In vielen thailändischen Gerichten wie Nudelsuppen, verwenden die Thais gerne die getrockneten Chilis.

Bei Salaten wir der Papaya-Salat werden jedoch frische Chilis verwendet.

Für thailändische Saucen (Dips) können getrocknete oder frische Chilis verwendet werden. 



Traditionelle thailändische Medizin

Das in den Chilis enthaltene Capsaicin:

  • stärkt das Immunsystem
  • wirkt schmerzlindernd
  • wirkt entzündungshemmend
Capsaicin hilft auch bei:

  • Durchblutungsstörungen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Hautkrankheiten 
  • Kreislaufschwächen
  • Arthritis
  • Bluthochdruck
  • Migräne
  • Blasenschwäche



Zum Schluss!

Dies ist ein Teil der Heilpflanzen welche in unserem Garten vorkommen. Mit diesem "Post" wollte ich Euch einen kleinen Einblick in die Welt der Heilpflanzen geben. 

Meine Frau und ich beschäftigen uns schon lange mit diesem Thema, und wir versuchen uns möglichst gesund zu ernähren.

Sehr viel wissenswertes über die Thailändische Küche findet Ihr auf dieser Webseite: https://www.thai-thaifood.de/

Hättet Ihr Interesse an Produkten aus thailändischen Heilpflanzen? Das kann Tee, getrocknete Früchte, Produkte als Pulver, Kapseln, Seifen, Öle etc. sein!  Wenn genügend Interesse besteht, würde ich gerne einen Online-Shop eröffnen. Bitte hinterlässt mir Eure Meinung als Kommentar, oder schreibt mir auf der: Mein Leben in Thailand Facebook-Seite.




Quellennachweis:  Wikipedia, naturinstitut.info und thai-thaifood.de!